Autor des Monats Juli 2026:
COLSON WHITEHEAD
Whitehead kam am 6. November 1969 in New York City zur Welt und wuchs in Manhattan inmitten einer Familie der oberen Mittelschicht auf. Er besuchte die renommierte "Trinity School" und studierte an der Eliteuniversität Harvard. Nach seinem Abschluss 1991 schrieb er zuerst als Fernsehkritiker für die Zeitschrift "The Village Voice" und startete dann eine Karriere als Hochschuldozent, die ihn u. a. nach Princeton, Houston, die "Columbia University", die "Wesleyan University", die Universitäten von Richmond und Wyoming sowie mehrere bekannte "colleges" führte. Whitehead hat bisher sechs Romane - darunter "Die Fahrstuhlinspektorin", "The Colossus of New York", "Die Nickel Boys" oder "Underground Railroad" - und zahlreiche Essays veröffentlicht. Er ist Mitglied der "American Academy of Arts and Letters" und der "American Academy of Arts and Sciences". Whitehead wurde zudem mit der "National Humanities Medal" ausgezeichnet und erhielt zwei Mal den begehrten Pulitzer- Preis. Dennoch ist sein Werk nicht unumstritten. In einer Spiegel- Rezension heißt es über ihn: "In seiner Durchmusterung fast aller Stilmittel der literarischen Moderne und beinahe aller Stimmungen, ohne sich für eine Tonlage, eine Erzählweise zu entscheiden, offenbart" sich "das klassische Scheitern eines im Einzelnen virtuosen und im Ganzen überforderten Autors, der, weil er fast Alles kopieren kann, kaum Eigenes zu Stande bringt. Er kann vor Kraft nicht laufen und vor Belesenheit nicht schreiben." Andere loben seinen analytischen, nachdrücklichen, nüchternen und ruhigen Stil, der sich ständig an die Themen anpasst und die Geschichte der Afro- Amerikaner mit einer "immer neuen Lust am Spiel mit Genres" und der literarischen Verarbeitung gesellschaftlicher Debatten meisterlich aufrollt.