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Weltoffen aber nicht beliebig, werteorientiert aber ohne Scheuklappen

                                                                              


                                                Quelle: Wikipedia




Autorin des Monats November 2026: 

MARJANE SATRAPI

 

Die bekannte iranisch-französische Comiczeichnerin, Illustratorin von Kinderbüchern, Filmemacherin und Malerin ist am 3. Juni dieses Jahres mit erst 56 jahren in Paris verstorben. Sie war in Teheran auf die Weltgekommen. Ihr Vater arbeitete als Ingenieur, ihre Mutter als Modedesignerin. Die Eltern gehörten zum weltoffenen linken Milieu der iranischen Hauptstadt. Nach der Islamischen Revolution wurde einer ihrer Onkel wegen angeblicher Spionage für die Sowjetunion hingerichtet. Um Marjane vor den Auswirkungen dieser Revolution und dem Ersten Golfkrieg zu schützen, schickten ihre Eltern sie 1984 auf die französische Schule in Wien. Vier Jahre später kehrte sie nach Teheran zurück und machte einen Master in visueller Kommunikation an der Islamischen Universität Azad-Universität. 1994 emigrierte Marjane Satrapi nach Frankreich, wo sie zunächst in Straßburg lebte. Weltweite Berühmtheit erlangte sie durch ihre Graphic-Novel-Autobiografie „Persepolis“. Die vier Bände erschienen zwischen 2000 und 2003 in Frankreich, die englische Übersetzung 2003/2004. Drei jahre später wurde das Werk verfilmt und erhielt den Preis der Jury bei den 60. Filmfestspielen in Cannes. Marjane Satrapi blieb zeitlebens eine entschiedene Gegnerin des klerikalen Regimes im Iran. Aktiv unterstützte sie die dortigen Protestbewegungen; die Mullahs erklärten sie zur Staatsfeindin und beschimpften sie als „westliche Hure“.

Sie fand ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof „Père Lachaise“ in Paris, neben ihrem ein Jahr zuvor verstorbenen Mann.