Weltoffen aber nicht beliebig, werteorientiert aber ohne Scheuklappen

 

 

                                                                                                             

 

 

 

Thema des Monats März 2025:

 ART DECO

 

 

Im Jahre 1925 eröffnete in Paris erstmals eine internationale Kunstgewerbeausstellung ihre Pforten.

Diese "Exposition internationale des arts décoratifs et industriels modernes" prägte den Begriff "Art déco" für eine Vielzahl dekorativer künstlerischer Tendenzen bis in die Jahre 1930 hinein. 

Wie die Ausstellung selbst - von der sich progressive Entwerfer wie Le Corbusier allerdings kritisch distanzierten - lebte auch die Bewegung nicht von einheitlichen konsequenten Vorstellungen, z. B. im Sinne von Funktionalität (wie dies beim "Bauhaus" der Fall war") sondern von einer bunten Mischung sehr unterschiedlicher Komponenten: Plakat- und Buchkunst, Malerei, Möbelkunst, Tapisserie, Silberschmiedekunst, Glaskunst. Gemeinsam ist allen Objekten eine geometrische Struktur, gemischt mit anderen, etwa floralen Elementen. Verwandte Entwicklungen der zunächst ganz französischen "Art déco" finden sich in allen europäischen Ländern, aber auch in den USA, hier besonders in der Architektur und in Kunststoffgegenständen.

In England kam die Art-deco-Bewegung erst um 1930 an, setzte sich aber bis Ende der 1940er Jahre fort. Selbst in Japan stellte man für den Export Objekte in Art-deco-Manier her.

Der "Art-déco" ging es in erster Linie um die Innenausstattung; Anlehnungen an den voraufgegangenen Jugendstil ("Art nouveau") sind durchaus vorhanden und können mitunter zu Fehlinterpretationen führen. Ein auch heute noch bekannter Vertreter dieser Kunstrichtung ist der französische Glasmacher René Lalique, dessen Werke hin und wieder in der bekannten Sendung "Bares für Rares" angeboten werden.

 Der berühmte belgische Architekt Victor Horta hingegen wird der "Art nouveau" zugerechnet.