Weltoffen aber nicht beliebig, werteorientiert aber ohne Scheuklappen

                                                                                                       

 

 

           

                                                             

                                                                                                                            Tutanchamun: Quelle Wikipedia

 

 

 

 

Thema des Monats August 2026:

 TUTANCHAMUN UND DAS ALTE ÄGYPTEN

Im Tal des Nils hat die auf der ganzen Welt seit der Eiszeit zu beobachtende kulturelle Entwicklung unter besonders günstigen Bedingungen eine bis in das 5. Jahrtausend vor Christus zurückzuverfolgende Kunst geschaffen, die die meisten Menschen spontan u. a. mit den Pyramiden von Gizeh, den Tempeln von Karnak und Abu- Simbel sowie der Büste der Nofretete verbinden würden.

Der Nil hat nicht nur die äußeren Voraussetzungen für das Entstehen des ägyptischen Staates und das Erblühen seiner Kultur geliefert. Er hat auch die Materialien für die Erschaffung einzigartiger Bauwerke bereitgestellt: feiner Kalkstein am Rande der Lybischen Wüste, fester Sandstein in Oberägypten und schließlich, im äußersten Süden, bei Assuan, der lichtrote Granit des Urgesteins. Zu den herausragenden Kunstwerken des alten Ägypten gehören auch die wertvollen, 1922 in einem unversehrten Felsengrab bei Luxor von Lord Carnarvon und H. Carter entdeckten Schätze des Pharao Tutanchamun. Als Herrscher war er schwach: man zwang ihn, den von seinem Schwiegervater begründeten Sonnenkult wieder aufzuheben und in die alte Hauptstadt Theben zurückzukehren. Mit ihm ging die 18. Dynastie des alten Ägypten um 1350 vor Christus unrühmlich zu Ende, aber sein herrlicher Sarkophag, sein Thron und weitere kostbare Grabbeigaben haben gerade diese farblose Persönlichkeit unsterblich gemacht.