Weltoffen aber nicht beliebig, werteorientiert aber ohne Scheuklappen

                                                                                   

                                                                                                        

       

Thema des Monats Mai 2026:

 (Über-) leben im Krisenmodus

 

Die Katastrophenmeldungen überschlagen sich: Trump bombardiert den Iran, der Iran bombardiert die Kleinstaaten der arabischen Halbinsel, der Iran sperrt die Meeresenge von Hormus, Trump sperrt die Sperre des Iran, die Benzinpreise laufen aus dem Ruder, die Politik steht der Gier der Ölkonzerne anscheinend machtlos gegenüber, die KI zerstört Arbeitsplätze, aber auch: viele freie Stellen bleiben unbesetzt, denn in Europa sinkt die Geburtenrate unaufhaltsam... 

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 Die in den 1970er Jahren in den USA entstandene Prepperszene (von "to be prepared", bereit sein) breitet sich mehr und mehr aus. Angesichts des Klimawandels, der Finanzkrisen, der Covid 19-Epidemie, der Kriege in der Ukraine und im Vorderen Orient sind immer mehr Menschen der Überzeugung, dass sie für den "Tag X", an dem Alles zusammenbrechen wird, vorbereitet sein müssen. Sie legen Schutzräume an, horten Werkzeuge, Lebensmittel, Medikamente, Waffen, Schutzkleidungen und, und, in der Hoffnung die große endzeitliche Katastrophe irgendwie zu überleben. Und dann? Auch unsere Regierungen rufen mittlerweile dazu auf, Vorräte anzulegen, z. B. im Hinblick auf einen Zusammenbruch der Stromversorgung... Andere stehen der Zukunft fatalistisch bis hoffnungslos gegenüber; sie haben sich in ihr reales oder vermeintliches Schicksal ergeben und den Kampf um eine bessere Zukunft aufgegeben. Aufmunternde Worte oder Fakten erreichen weder die Prepper noch die Resignierten. Und dennoch sollten wir immer wieder auf die durchaus realistische und wissenschaftlich belegbare Hoffnung setzen, dass es manchmal kaum merklich, aber kontinuierlich mit unserer Zivilisation aufwärts geht. Oder wussten Sie schon, dass weltweit das Risiko eines gewaltsamen Todes zu sterben heute 50-mal niedriger ist als 1950?

Es lohnt immer, ab und an das halbvolle Glas in den Blick zu nehmen...