Weltoffen aber nicht beliebig, werteorientiert aber ohne Scheuklappen

Buch des Monats

HIMMEL, HÖLLE, FEGEFEUER - Was kommt nach dem Tod?

 

"Können wir nach unserem Tod auf einen Platz im Himmel hoffen oder erwarten uns Fegefeuer und Hölle, wie die Menschen im Mittelalter fürchteten? Treffen wir geliebte Menschen und Haustiere wieder oder auch den ungeliebten Nachbarn? Und wie darf man sich das alles überhaupt vorstellen?"

Diesen und vielen anderen Fragen gehen die Theologen Frank Buskotte und Martin Splett in ihrem 2021 im Patmos Verlag erschienen Buch nach: kompetent, aber nie langweilig, offen und ehrlich, tiefgründig, aber nie bierernst. Ob gläubig oder nicht, ihre Fragestellungen machen Lust aufs Lesen: z.B. Wie heiß ist die Hölle? Was tut man im Himmel gegen die Langeweile? Eine Kernaussage bildet den roten Faden des Buches: das Ende bedeutet nicht Schluss, Aus, Feierabend, sondern Vollendung. Im Tod wird unser Leben nicht auf Start zurückgesetzt oder gar gelöscht. Natürlich darf man darauf hoffen, dass nach dem Tod Neues auf uns wartet. Aber das neue lässt das alte Leben nicht unberücksichtigt, vielmehr knüpft es daran an. Diese theologische Aussage verändert selbstverständlich auch die Sicht auf "Hölle" und "Fegefeuer"! Gott ist Liebe. Er will die Hölle nicht, aber er respektiert die Freiheit, also auch die Entscheidung Liebe zurückzuweisen. Schickt man sich demnach selbst in die "Hölle"? Der Begriff "Fegefeuer" erweckt Horrorszenarien. Aber im Lateinischen und in den romanischen Sprachen wird das "Fegefeuer" als "purgatorium", Ort der Reinigung bzw. Waschanstalt, bezeichnet! Verändert dies nicht zwangsläufig die Sicht auf diesen Ort?

Letzte Frage: Stellt dieses Buch nicht grundlegende dogmatische Aussagen in Frage?

Auch auf diese Frage geben die Autoren eine schlüssige Antwort, aber, lesen Sie doch selbst!

Es lohnt sich garantiert!