Weltoffen aber nicht beliebig, werteorientiert aber ohne Scheuklappen


                                             

                                         

 

Autorin des Monats April 2026: 

AGATHA CHRISTIE

 

Vor 50 Jahren, am 12. Januar 1976, verstarb im englischen Wallingwood eine der weltweit am meisten gelesenen Schriftstellerinnen. Die verkaufte Weltauflage ihrer Bücher wird in der Tat auf über 2 Milliarden (!) geschätzt und seit Jahrzehnten belegt sie mit großem Abstand Platz 1 auf der Liste der meistübersetzten Autorinnen und Autoren. Ihr Vater war Amerikaner und betrieb Geschäfte in Übersee, von denen wenig bekannt ist, die es der Familie indessen erlaubten, ein Leben in Wohlstand zu führen. Agatha Christie hatte zwei Geschwister und wurde von ihrer englischen Mutter bis zum 16. Lebensjahr privat unterrichtet. Es war auch Agathas Mutter, welche ihr schriftstellerisches Talent entdeckte und förderte. Ein geplantes Musikstudium in Paris sagte sie beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs ab und engagierte sich stattdessen beim Roten Kreuz als Krankenschwester und später als Apothekerin.

1914 hatte sie einen Oberst der britischen Luftwaffe geheiratet, doch die Ehe verlief unglücklich und wurde 1928 geschieden. Auf einer Erholungsreise in den Vorderen Orient lernte die 1890 in Torquay (Grafschaft Devon) Geborene, den 14 Jahre jüngeren Archäologen Max Mallowan (1904–1978) kennen. 1930 heirateten sie. Zehn Jahre zuvor war ihr erster Kriminalroman um den belgischen Privatdetektiv Hercule Poirot erschienen. Der Durchbruch als Schriftstellerin war ihr 1926 mit dem Kriminalroman "Alibi" gelungen. 1930 erschien ihr Roman "Mord im Pfarrhaus", in dem erstmals die Figur der etwas altjüngferlichen Miss Marple in Erscheinung trat. Der Erfolg ihrer Bücher - sie verfasste ebenfalls Bühnenwerke und Kurzgeschichten -, von denen viele verfilmt wurden, machte Agatha Christie reich, was es ihr wiederum ermöglichte, die Grabungen ihres Mannes zu finanzieren, dem sie darüber hinaus bei der fotografischen Bestandsaufnahme der Funde und bei Restaurierungen zur Hand ging.

1971 war sie von Königin Elisabeth II. (1926- 2022) in den persönlichen Adelsstand erhoben worden.